Bewegung - ist gesund

Jesus spricht „Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ (Joh.14,19)

Am ersten Sonntag im März findet einer von drei Festgottesdiensten im Jahr statt, an dem neuapostolische Christen besonders der Seelen in der Ewigkeit gedenken. Die Kinder der Gemeinde Gera bereiteten den Gottesdienst in besonderer Weise vor.

Sie hatten sich schon eine Woche zuvor intensiv mit diesem Thema befasst. Unter dem Motto In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen gestalteten sie den Altarschmuck für den Gottesdienst. So entstand ein buntes Altarbild mit vielen verschiedenen Wohnungen. Alle Wohnungen hatten eines gemeinsam, keine Tür war verschlossen. Doch noch etwas war besonders: Die ankommenden Gottesdienstbesucher wurden schon an der Eingangstür freudig von den Kindern begrüßt. Ein jeder bekam eine Willkommenskarte mit der Aufschrift Ich lebe, und ihr sollt auch leben geschenkt.

Kurz vor dem Gottesdienst gingen die Amtsträger Hand in Hand mit den Kindern auf den Altar zu. Dort wurde ein Seid willkommen mit großen Buchstaben vor dem Altar aufgestellt. Auf jedem Buchstaben hatten die Kinder, die Namen geschrieben, an die sie im Besonderen denken wollten. Eine Lesung über die Vorstellungen der vielen Wohnungen in Gottes Reich durch die Kinder stimmte die Gemeinde ein.

Unter dem Wort aus Hebräer 4,16 Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit begann Hirte Heiko Kappler mit bewegenden Worten den Gottesdienst. Er beleuchtete das Altarbild. Es gab Wohnung für die Beladenen, in der ihnen ihre Last genommen wird. Es gab Wohnung für Traurige, in der sie getröstet werden oder für Kranke, in der sie geheilt werden. Es gab Wohnung für Ungeliebte, in der Gott ihnen zeigt wie wunderbar er sie geschaffen hat. Es gab auch Wohnung für wütende Seelen, in der sie Frieden empfangen können. Für keinen war die Tür versperrt.

Alle, die Lebenden wie die Entschlafenen, können zu dem barmherzigen Gott kommen. Gott liebt die Menschen und er will, dass alle errettet werden. Jedoch macht er nicht von seiner Macht Gebrauch, den Menschen zu zwingen, sich Ihm zuzuwenden. Um errettet zu werden, muss eine jede Seele sich entscheiden, sich Gott zu nähern.

Noch einmal durfte die versammelte Gemeinde in die Kinderherzen schauen. Sie sangen ein Lied zum Abschluss der Predigt „Selig sind die den Frieden stiften“. Den dritten Vers hatten sie selbst gedichtet:  Selig sind, die den Frieden stiften, denn sie sollen Gottes Kinder heißen. Wenn die ganze volle Menschheit an die ganzen Verstorbenen denkt, denn wir beten für sie immer, weil wir Christen Freunde sind!“

Die versammelte Festgemeinde konnte viele bewegende Momente erleben. Die Freude war das überwiegende Gefühl.