Tonnenweise Hilfsgüter in die ärmste Region Europas (Teil 2)

Die Hilfe geht weiter. Mit den Sachspenden aus den verschiedenen christlichen Gemeinden sowie finanzieller Zuwendungen einiger Unternehmen wurde ein weiterer Transport möglich. Unangenehme Zwischenfälle auf der Reise blieben nicht aus.

Nachdem der erste Transport auf die Reise geschickt worden war (siehe Bericht) konnten  in Gemeinschaftsarbeit der christlichen Kirchen aus Greiz weitere Sachspenden sortiert  und am 25. März 2022 verladen werden. Dazu standen drei Transporter mit jeweils zwei Fahrern zur Verfügung - einer von ihnen war der Greizer Gemeindevorsteher, Bezirksevangelist Dirk Mörchel. Die Lokalzeitung „Osttüringer Zeitung“ berichtete davon (siehe Bildgalerie).

In den frühen Morgenstunden des Folgetages startete der kleine Konvoi die lange Reise von Deutschland nach Moldawien. Die Fahrt führte durch sechs Länder. Eine Reifenpanne in Rumänien sowie die langwierige Zollabfertigung  bei der Einreise in Moldawien verursachten eine Verzögerung von zwei Tagen. Insbesondere während des erzwungenen Aufenthaltes an der moldawischen Grenze waren die Konvoiteilnehmer auf die Hilfe einer Dolmetscherin aus einer dortigen christlichen Gemeinde angewiesen, denn die Ladelisten mussten erneut in der Landessprache ausgefüllt werden. ... Bürokratie gibt es halt überall.  Die Essensversorgung übernahm ebenfalls diese Gemeinde.

Um die Transportkosten absichern zu können, stellte das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland „Human aktiv e.V.“ einen Betrag in Höhe von 2.000 Euro zur Verfügung. Weitere Spender waren z. B. das Hilfswerk der  LVM Versicherungsgesellschaft „Helfen verbindet Menschen“, Autohäuser aus der Region und zahlreiche Privatpersonen. Das ermöglichte den zusätzlichen Ankauf von Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

Nicht nur durch wunderschöne Landschaften führte die Fahrt, sondern auch über Schotterpisten. Die Armut und Hilfsbedürftigkeit der Bevölkerung war überall zu erkennen.

Am Bestimmungsort, dem "Lumina Center" in Moldawien angekommen, wurden die Hilfsgüter von den Helfern entladen. Das "Lumina Center" wird nun die verschiedensten Sachspenden in der Stadt Balti/Moldawien an die täglich mehr werdenden Flüchtlinge verteilen. Allein die dankbaren Blicke der aus der Ukraine stammenden Flüchtlinge, vor allem der Kinder, entschädigten die Helfer aus dem Vogtland. So wurden z. B. gleich die vielen mitgebrachten Fußbälle ausprobiert.

Nach einer Stärkung mit Speisen und Getränken konnte voller Freude die 22-stündige Non-stop-Heimreise angtreten werden. Acht Frauen und Kinder fuhren mit nach Deutschland, um hier weiter versorgt zu werden.

Die Hilfsaktionen müssen weitergehen. Weitere Hilfstransporte werden erforderlich sein.

Die Organisatoren bedanken sich bei allen Spendern und Helfern, die diese beiden Hilfstransporte ermöglicht haben.