Haben wir alles geregelt?

Unter dieser Überschrift stand eine Informationsveranstaltung mit einem Fachvortrag über die Themen Testament, Erbrecht, Vorsorge- und Patientenverfügung im Neuapostolischen Gemeindezentrum in Plauen. Einige ähnliche Themenabende fanden schon in verschiedenen Gemeinden unserer Gebietskirche statt und doch ist es ein wichtiges Thema, was allzu oft und gerne auf die berühmte „lange Bank“ geschoben wird.

Jeder sollte sich frühzeitig informieren und Vorsorge treffen. Wer noch immer der Meinung ist, dass das nur etwas für unsere „Alten“ ist, hat weit gefehlt. Gerade die jüngere Generation, die zwar voller Kraft und Tatendrang mitten im Leben steht, kann es besonders hart treffen, wenn keinerlei oder zu wenig Vorsorge getroffen wurde. Wie schnell in Familien Kummer und Leid durch tragische Unfälle oder Krankheiten kommen können, haben uns die letzen beiden Jahre gezeigt. Dabei spielt das Alter keine Rolle, gleichwohl ist das für die ältere Generation ebenso wichtig.

Da aufgrund von Staus auf der Autobahn in Richtung Plauen einige etwas später kamen, wurde der Beginn etwas nach hinten verschoben. Der Gemeindevorsteher, Bezirksevangelist Karsten Treiber, begann den Abend mit einem Gebet, in dem er Lob und Dank an unseren großen Gott richtete, dass diese Veranstaltung in den schwierigen Zeiten stattfinden konnte.

Für den Vortrag konnte Frau Rechtsanwältin Susanne Assmann aus Hof gewonnen werden, ihres Zeichens Fachanwältin für Familienrecht und Mediatorin, die am Abend des 28. Oktober 2021 in den Räumlichkeiten unserer Kirche in Plauen zu Gast war.

Mit einer Präsentation (per Beamer an die Wand projiziert) brachte Frau Assmann mit einfachen und einfühlsamen Worten die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Thematik zu Gehör und konnte somit den Anwesenden manches Interessante entgegen bringen. Viele Glaubensgeschwister und Freunde besuchten diese Veranstaltung in der Hoffnung, dass es nicht die letzte dieser Art gewesen sein möge. Zu viele offene Fragen stehen zu den angesprochenen Themen noch im Raum, welches jedes für sich einen separaten Vortrag füllen könnte. Es konnten im Anschluss noch Fragen an Frau Assmann gestellt werden. Die Fragen zeigten, dass in vielen Dingen noch Erklärungsbedarf besteht.

Am Schluss der Veranstaltung überreichte der Gemeindevorsteher der Referentin Frau Assmann einen Blumenstrauß mit einem kleinen Präsent und bedankte sich für ihre Bereitschaft, ihr Kommen und ehrenamtliches Engagement.

Unsere Kirche unterstützt derartige Projekte gern, dienen sie doch auch dem Wohl der Kirchenmitglieder mit deren Familien und Freundeskreis.

Gemeinsam mit Priester Dietel (Richter am Amtsgericht) wird es im Frühjahr eine Folgeveranstaltung geben rund um das Thema Patientenverfügungen.