Gott hält alles in seiner Hand – fürchtet euch nicht!

Am 3. Advent besuchte Apostel Ralph Wittich die Bezirksgemeinde Plauen. Aufgrund der Pandemie konnte nur ein kleiner Teil der Geschwister vor Ort sein. In diesem Gottesdienst empfingen 10 Seelen das Sakrament der Heiligen Versiegelung.  Ein im Glauben und im Leben bewährtes Ehepaar empfing den Segen zu ihrer Eisernen Hochzeit.

Dem Gottesdienst lag das Wort aus Johannes 1,15 zugrunde: Johannes zeugt von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.

Wir erleben heute eine ganz andere Adventszeit als sonst und es wird ein „besonderes“ Weihnachten werden. Man hat mehr Zeit zum intensiven Nachdenken über unsere Zukunft im Glauben und bringt uns der Wiederkunft Jesu Christi ein Stück näher.

Die Adventszeit erinnert uns daran, dass der Herr gekommen ist in seiner Geburt und Menschwerdung und dass er (wieder)kommen wird! Da wir als neuapostolische Christen auf die Wiederkunft Jesu Christi warten, leben wir in einer ständigen Adventszeit. Selbst unter diesen besonderen Umständen gilt die frohe Botschaft: „Fürchtet euch nicht!“

Wir bitten „Dein Wille geschehe“, um in dieser Zeit zurechtzukommen, weil wir sehen, was menschlicher Wille imstande ist zu tun: viel Leid, Zerstörung, Unfriede... und gleichzeitig bitten wir „Dein Reich komme“. Das Reich Gottes wird nicht dem menschlichen Willen unterworfen sein, sondern dem göttlichen, denn Gott ist beständig und hält alles in seiner Hand.

Johannes, als Wegbereiter des Herrn, zeichnet von Jesus ein Bild, indem er bezeugte, dass er Christus und damit Gottes Sohn ist. Diese Botschaft sandte er damals in die Welt und zu uns heute. Technik macht es vielerorts möglich Gottesdienst zuhause zu erleben. Das Gottesdiensterleben stellte der Apostel in den Vordergrund gerade jetzt, wo nicht alle Gläubigen präsent sein können. Es braucht innere Vorbereitung, damit wir Gottes Wort hören können, unser Glaube gestärkt wird und wir getröstet werden können, damit der geistliche Reifeprozess in uns gefördert, belebt, gestärkt und erneuert wird. Somit sind auch wir Wegbereiter Jesu, indem wir uns vorbereiten und sein Evangelium und Gottes Wille annehmen.

Auch Vergebung muss vorbereitet werden, indem wir uns mit Gebet auf die Versöhnung vorbereiten. 

Lasst uns für andere Menschen ein Licht sein in dieser Zeit, sie anzünden mit dem, was in uns lebt und uns stark macht: Hoffnung, Freude, Mut – auch wenn wir manchmal Angst haben. Uns stärkt der Blick auf die Verheißung der Wiederkunft Jesu und davon wollen wir freudig erzählen.

Es ist schön, wenn man ein Eisernes Paar in der Gemeinde hat, die zudem Vorbilder im Glauben für alle Generationen sind. Priester i.R. Günter Rabenstein und seine Frau Inge waren immer da, wenn Gott sie brauchte. Gottes Werk und die Gemeinde hatten oberste Priorität in ihrem praktischen Christsein: nicht viel fragen – wenig Worte – aber viel machen! Günter Rabenstein war 46 Jahre Amtsträger, davon 4 Jahrzehnte Priester in der Gemeinde Plauen.

Unter das Wort aus Psalm 5,13:  „Denn du, Herr, segnest die Gerechten, du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.“ stellte der Apostel den Segen zur Eisernen Hochzeit.

Bezirksevangelist und Vorsteher der Gemeinde, Karsten Treiber, unterstrich in seiner Co-Predigt das Dienen des Apostels. Der Gottesdienst wurde vor Ort instrumental und mit verschiedenen Einspielern, welche vorher aufgezeichnet wurden, umrahmt.