Jeder braucht mich

Es ist nie zu spät. Keiner kann abschätzen, wie lange Mund- und Nasenschutzmasken getragen werden (müssen). Fleißige Näherinnen aus der Gemeinde Greiz haben vielfältige Hilfe leisten können und fertigten ein breites Angebot mit unterschiedlichen Formen, Größen und Farben an.

Die Nähmaschinen ratterten viele Stunden. Drei Näherinnen aus der neuapostolischen Gemeinde in Greiz fertigten ca. 300 wiederverwendbare Mund- und Nasenschutzmasken an. Dabei fand der seitens der Gebietskirche  Nord- und Ostdeutschland bereitgestellter Stoff Verwendung. Reißenden Absatz erfuhren vor allem die  bunten Unikate mit integriertem Matallstreifen. Bereits in den ersten Wochen der Pandemiezeit konnten Nachbarn, Arztzpraxen, ein Frieseursalon und viele Gemeindemitglieder versorgt werden. Bei der Gemeindebrief- verteilung wurden solche Masken beigelegt.

Über 100 Mund- und Nasenschutzmasken konnte der Gemeindevorsteher Dirk Mörchel dem Beratungshaus des Diakonievereins "Carolinenfeld" e.V. in Greiz übergeben. Hier wird eine umfangreiche Sozialarbeit für Menschen mit geistiger Behinderung, Kindern, Senioren, Familien, bei Konfliktsituationen unterschiedlichster Art, bei Suchtproblemen u.v.a.m. geleistet. Neben dem Förderzentrum Carolinenfeld mit Wohnangeboten, Schule und Freizeitgestaltung ist das Haus der Beratung ein zentraler Anlaufpunkt in der Kreisstadt. Frauenberatung, Beratung bei Schwangerschafts - und Familienkonflikten, Themen des Frauenschutzes, ambulante Hospizdienste und Inklussionsberatung oder ein Plegedienst und -beratung sind weitere Aufgaben dieser Einrichtung.

Besonders beliebt ist der Kontaktreff Cafe OK. Der Leiterin Anja-Maria Vetter konnte stellvertretend diese Maskenspende übergeben werden. Sie hofft, ab nächste Woche wieder das Cafe öffnen zu dürfen und ihre Speise- sowie vielfältigen Freizeitangebote für alle Altersgruppen und Bedürftigen oder das regelmäßig stattfindende Trauercafé anbieten zu können. Auch christliche Themen und Inhalte werden bei diesen Treffen angeboten. Anlässlich der Übergabe trafen auch zwei weitere Mitarbeiterinnen der unterschiedlichen Beratungsdienste ein. Sie dankten der Neuapostolischen Kirche für diese praktische Hilfe und den Hinweisen zur Nutzung und Reinigung als Beipackzettel, den die Gebietskirche zur Verfügung stellte.