Kinder der Gemeinde gestalten den Gottesdienst für Entschlafene mit

Die Anregung zur Mitgestaltung  eines besonderen Gottesdienstes für Entschlafene, die dreimal im Jahr in der neuapostolischen Kirche stattfinden, brachten die Kinderlehrer vom Lehrkräftetag in Gera Anfang des Jahres mit. Nach einigen Vorbereitungen wurde die Idee am Sonntag, dem 1. März 2020, in der Gemeinde Auerbach umgesetzt. Im Vorfeld hatten sich die Kinder mit der Materie beschäftigt, eifrig gebastelt und geübt. Sie freuten sich über ihr aktives Einbezogensein.

An der Tür zum  Kirchenraum überreichte ein Kind den überraschten Gottesdienstbesuchern eine Willkommenskarte mit der Verheißung Jesu aus Johannes 14,19:„ ... ich lebe und ihr sollt auch leben!“.

Die Altardekoration bot für manchen Gottesdienstteilnehmer einen etwas ungewohnten Anblick mit den von Kindern gebastelten Häusern. Dort aufgestellt nach dem Jesuswort: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen“, das in Johannes 14,2 zu finden ist. Zum gegebenen Bibelwort aus Psalm 145,18.19: „Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen.“ fand der Vorsteher im Gottesdienst eine passende Überleitung: Gottesfurcht sei Respekt und Demut dem Allmächtigen gegenüber, der irdisches und ewiges Leben gibt. Nach dem Tod gäbe es auf jeden Fall ein Weiterleben, es komme nur auf das “WIE“ an - in einer der Wohnungen im Vaterhaus oder in Gottferne. Das könne jeder durch seinen Glauben, seinen Wandel und seine Gebete mitbestimmen – einerseits für sich und andererseits durch die Fürbitte für diejenigen, die es nicht selbst können - im Dieseits und im Jenseits.

Zwischen den Predigtbeiträgen lasen drei Religionsschüler ein Buch vor. Dessen Titel lautet: „Wo die Toten zu Hause sind“. Darin wird kindgerecht und hoffnungsvoll die Sicht auf das Leben nach dem Tod geschildert. Mit dem Lied: „Gottes Wort ist ein Licht auf dem Weg“ zauberte der Kinderchor sichtbare Freude auf die Gesichter der Zuhörer.

Allerdings gestalteten nicht  nur die Kinder diesen Gottesdienst mit. Ein musikalischer Beitrag mit Trompete und Klavier sowie die Lieder des festlich gekleideten Chores gaben diesem besonderen Gedenken der Entschlafenen ein feierliches Gepräge.

Am Ende strahlten die Kinder um die Wette angesichts all des Lobes, das sie erhalten hatten. Und nicht nur ihnen wird dieser Tag nachdrücklich in Erinnerung bleiben: Die Erwachsenen werden ebenso an dessen Außergewöhnlichkeit denken. Denn er war angefüllt mit viel Freude, tröstlicher Hoffnung und Gnade.