Christus hat Mitgefühl und Mitleid … und er schenkt Perspektive

Apostel Ralph Wittich diente in einem besonderen Gottesdienst der Gemeinde Greiz und ihren Gästen. Predigtinhalt war der Trauerzug, als der Jüngling zu Nain gestorben war. Diese biblische Begebenheit ist auch auf den Zustand der Christenheit, der Gemeinden und der Kirche Christi insgesamt übertragbar. Dieser Gottesdienst brachte zudem Veränderungen für die Gemeinde Greiz.

In dem für die Predigt verwendeten Bibelwort aus dem Lukasevangelium, Kap. 7, Verse 13-15 ist die Situation beschrieben, als Jesu mit seinen Jüngern und weiterem Gefolge freudig durch das Land zog und in Nain einem Trauerzug begegnete. Als er die Witwe und die anderen sah, jammerte es ihn. Er stoppte den Trauerzug, forderte die Mutter auf, nicht zu weinen, berührte den Sarg, rief den Jüngling zurück ins Leben und gab ihn seiner Mutter zurück. Andere suchten nach den Schuldigen für den Tod des Jünglings. Soweit die biblische Geschichte.

Christus, so betonte der Apostel, konnte sofort die Situation einschätzen, sah die Perspektivlosigkeit der Witwe und zeigte allertiefstes Mitgefühl. Das macht Christus auch heute. Er weiß um schwierige Situationen, die Beschaffenheit der Gemeinden und seiner Kirche, hat Mitgefühl, macht Mut, hilft durch Trübsal und ruft zu einer „kämpfenden" Kirche auf.

Mit beeindruckenden Formulierungen rief der Apostel die auf, die sich heute ebenfalls in so einem „Trauerzug“ aufhalten, diesen zu verlassen und sich der Hilfe Jesu anzuvertrauen. An der Klärung der Schuldfrage stehen zu bleiben hilft dabei nicht weiter. Vielmehr gilt es das Potenzial der Gemeinde und der Kirche Christi zu nutzen. Es liegt in der eigenen Hand. Manchmal bedarf es eines Anstoßes zum Mut.

In diesem Gottesdienst wurde Priester Thomas Götze in den Ruhestand versetzt. Der Apostel dankte ihm für seine 37-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Amtsträger in der Gemeinde Greiz und seinen über 30-jährigen aufopfernden Dienst als Bezirksjugendbetreuer im Kirchenbezirk Plauen. Er hat in dieser Zeit prägende Arbeit geleistet und konnte die Jugend für die Sache Jesu begeistern. Zahlreiche ehemalige und heutige Jugendbetreuer aus dieser Zeit sowie einige Jugendliche kamen extra, um ihren persönlichen Dank zu überbringen. Die Anwesenden erlebten sehr emotionale Augenblicke, besonders als das Lied „Wo ich auch stehe“ in modernem Arrangement erklang. Da heißt es im Refrain: „Und ich danke dir, dass du (gemeint ist Jesus) mich kennst und trotzdem liebst“.

Anschließend ordinierte der Apostel den Jugendlichen Fabian Müller aus der Gemeinde Greiz zum Diakon. Dabei betonte der Apostel, dass sich dieses Amt nicht auf Helferaufgaben beschränkt, sondern dass damit wichtige Aufgaben in der Seelsorge und Wortverkündigung verbunden sind.