Einzelkämpfer sind nicht gefragt

Bezirksapostel Rüdiger Krause besuchte am 02.02.2020 – welch besonderes Datum - die Gemeinde Saalfeld. Im Gottesdienst zeigte er die Arbeit der Gemeindegründer in Korinth auf und setzte dieses Bild für das heutige Gemeindeleben und deren Entwicklung um. Furcht und Schweigen fördern beides nicht. Welch ein besonderer Festgottesdienst.

Der Kirchenpräsident der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland, Bezirksapostel Rüdiger Krause, ging in seiner Predigt zunächst auf den Musikbeitrag des Gemeindeorchesters ein. Ein Musikensemble, auch eine Gemeinde, ist ein Gemeinschaftswerk. Hier kann jeder seinen Platz ausfüllen, die unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten einbringen oder es werden Misstöne von anderen ausgeglichen. Auch wer keine „Solokarriere“ aufweisen kann, wird gebraucht. Es kommt auf jeden an! Wie wichtig ist es Mitbeter, Mitarbeiter und Mitglaubende an seiner Seite zu haben.  Für den Hauptteil der Predigt verwendete der Bezirksapostel das Bibelwort aus Apostelgeschichte 18, Vers 9a-10: "Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht! Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt."

Zunächst beschrieb er die geschichtlichen Hintergründe um Paulus und die Anfänge der Gemeinde in Korinth. Die Arbeit in der zunächst kleinen Gemeinde musste weitergehen. Gott durchkreuzte die Pläne von Paulus und forderte ihn auf, hier zu bleiben. So konnte sich die Gemeinde und deren Glauben entwickeln, weil

  • Paulus nicht alles allein tun musste. Die ersten, wenigen Gemeindemitglieder konnten zusammen die Arbeit leisten,
  • Christus sie begleitete und immer wieder bestärkte weiterzuarbeiten,
  • Paulus nicht von eigenen „Entschuldigungsargumenten“ behindert wurde,
  • eine wunderbare Botschaft zu verkündigen war,
  • Paulus und die Mitstreiter keine Sorgen und Ängste haben mussten,
  • ihnen das Vorbild Jesu immer gegenwärtig war. Sie konnten alles mit Liebe tun, zum richtigen Zeitpunkt etwas sagen und die sich bietenden Gelegenheiten nutzen.

Die Entwicklung der Gemeinde war also kein Anliegen eines Einzelkämpfers. So kann dieser Zuruf und diese Aufforderung aus dem Bibelwort auch heute in der Gemeinde umgesetzt werden. Wie damals Paulus die Arbeit mit Silas, Timotheus, Aquila, Priszilla und den anderen teilte, kann die Botschaft durch die Gemeinde heute weitergetragen werden. Es gilt, sich gegenseitig zu unterstützen, die Sorgen zu nehmen und das Gemeinschaftserleben mit Liebe und Wertschätzung zu gestalten.

Für die Gemeinde Saalfeld wurde der zugezogene Diakon Erich Knauer in seinem Amt bestätigt. Der Kinder- und Gemeindechor sowie das Gemeindeorchester gestalteten diesen Festgottesdienst mit voller Hingabe und zur Freude der zahlreichen Gottesdienstteilnehmer.