Gottesdienst mit Apostel Ralph Wittich

Ein Festgottesdienst am Mittwoch ist etwas Besonderes. Wenn sich der Apostel erstmals nach seiner Ordinierung in der Gemeinde angesagt hat und wenn er der Gemeinde einen Diakon schenkt. Dann ist es erst recht ein besonderer Festgottesdienst.

Die Gemeinde Altenburg erlebte am 3. Juli Apostel Ralph Wittich. Er verwendete in dem Gottesdienst das Bibelwort aus Johannes 4 Vers 11:                  

„Spricht zu ihm die Frau: Herr, hast du doch nichts, womit du schöpfen könntest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendiges Wasser“.

Der Apostel nahm die Gemeinde mit auf eine Zeitreise durch Samarien. Die Samariter waren ein von den Juden verachtetes Mischvolk. Jesus begegnete in Samarien einer Frau, die am Jakobsbrunnen Wasser schöpfte. Obwohl von der Reise müde, suchte er das Gespräch mit ihr. Kein Jude durfte in der Öffentlichkeit eine Frau und noch dazu eine Samariterin ansprechen. In dieser berührenden Begebenheit ist das Wesen Jesu im Erfüllen des Gebotes der Nächstenliebe sowie seine Sanftmütigkeit und Toleranz erlebbar. Jesus bat die Frau: „Gib mir zu trinken!“ und stellte sich dabei als die Quelle lebendigen Wassers vor. Sie aber dachte und sprach von dem Brunnen Jakobs, während Jesus sich als die sprudelnde Quelle lebendigen Wassers vorstellte. Jesus ging taktvoll auf ihr Leben ein und auf die Dunkelheit und Umbrüche ihrer Lebenslinie. Sie zeigte sich nicht resigniert sondern blieb aufgeschlossen. Jesus ließ sie spüren: „Ich weiß wer du bist“. Er baute die Frau auf und gab ihr ihre Würde zurück. Jetzt erkannte die Samariterin, dass vor ihr der Messias und Heilsbringer steht.

Der Apostel verwies auf Menschen, die das Heil aus den verschiedensten Quellen suchen. Aber Paulus bekennt: „… auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden“. Apostel Wittich gab der Gemeinde den Rat, dieses lebendige Wasser als eine Quelle der Kraft, der Freude und des Trostes zu nutzen. Von dieser Quelle zeugten die ersten Apostel mit großer Freimütigkeit. Aus ihr nahmen die Märtyrer den Mut, standhaft zu bleiben. Die ersten Christen schöpften in ihrer Bedrängnis daraus ihre alles überstrahlende Glaubensfreude. Abschließend riet der Apostel: „Wer aus dieser Quelle schöpft hat ein erfülltes Leben!“

Nach dem Heiligen Abendmahl wurde zur Freude der Gemeinde in diesem Gottesdienst der Glaubensbruder Felix Loschinski als Diakon ordiniert.