Ein Traum wird Wirklichkeit - Grundsteinlegung

Schon vor 40 Jahren gab es einmal den Traum von einem Kirchenneubau für die Göltzschtalgemeinden, der in DDR-Zeiten nicht verwirklicht werden konnte. Nun sieht man die Erfüllung. Bei der Grundsteinlegung am 25. Juni 2019 auf dem „traumhaften“ Grundstück inmitten der sächsischen Kreisstadt Auerbach/Vogtland sind bereits die Konturen des neuen Gemeindehauses mit einer hochmodernen Ausstattung zu erkennen.

„In einer Zeit der Gottentfremdung, was sehr oft beklagt wird, bauen die - gemeint ist die Neuapostolische Kirche - eine neue Kirche. Sind die denn von allen guten Geistern verlassen“. Diese Meinung, so betonte Apostel Ralph Wittich, könnte schon aufkommen. Dem setzte er mit dem Timotheus-Wort, in dem vom Geist der Besonnenheit die Rede ist, ein deutliches „Nein“ entgegen. Es ist ein mutiges und zugleich hoffnungsvolles Zeichen gegen den heutigen Trend.

Mit wertschätzenden Worten konnte der Apostel einige Vertreter der Stadtverwaltung und Baubehörde, darunter auch den Oberbürgermeister der großen Kreisstadt Auerbach, Herrn Manfred Deckert begrüßen. Sein Dank galt vor allem der bisherigen sehr guten Zusammenarbeit. Begrüßen konnte er zudem Vertreter der  christlichen Kirchen der Stadt und betonte die Freude darüber, dass auch hier am Ort in den letzten Jahren ein ökumenisches Miteinander gewachsen sei. 

Hier wird eine Hülle aus Stein für die Gemeinde gebaut. Mit Blickrichtung auf die zahlreichen Gemeindemitglieder betonte der Apostel, dass der eigentliche Bau innen mit lebendigen Steinen stattfindet. Das beinhaltet u. a. das weitere Zusammenwachsen aller Brüder und Schwestern, die in Wort und Tat das Evangelium Jesu umsetzen. Hier in diesem Haus mögen sich Himmel und Erde berühren, wenn Gottesdienste gefeiert werden, wenn Lobpreis und Segnungen stattfinden sowie die Sakramente gespendet werden.  

Mit einem bewegenden Wunsch an die neuapostolische Gemeinde nach guter Nachbarschaft und das Erleben-dürfen: „Hier wohnt Gott und hier hat Gott mitgebaut“ endete das Grußwort der Pfarrerin Dr. Schmutzler von der Ev.-luth. Ortsgemeinde. St. Laurentius. Im Blick auf das ökumenische Miteinander betonte sie, dass wir ein gemeinsames Fundament in Jesus Christus haben, und dass alle Christen dieses in den Mittelpunkt rücken und Nebensächliches weniger betonen sollten.  Auch der Gemeindeälteste der Ev.-Freikirchlichen Gemeinschaft, Herr Seidel sprach ein Grußwort. Dabei griff er die bisherigen Aussagen von den lebendigen Steinen, die das Gemeindeleben, aber auch das ökumenische Miteinander ausmachen, auf.

Bezirksevangelist Ralf Wilhelmi, der bei dem Bauvorhaben als Architekt und Vertreter des Bauherren fungiert, füllte anschließend die Kupferhülse mit Bauunterlagen, einem Bauablaufplan und dem Genehmigungsbescheid sowie mit der lokalen Tageszeitung und aktuellen Münzen. Bei der Zeremonie der Grundsteinlegung galten die drei Hammerschläge des Apostel:

  1. dem dreieinigen Gott, dem allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde und dem Geber aller guten und vollkommenen Gaben,
  2. der neuapostolischen Kirche,
  3. der segensreichen und gedeihlichen Entwicklung der Gemeinde.

Mit gekonnten Handgriffen beim Umgang mit der Maurerkelle verschloss der Apostel die Öffnung für den Grundstein. Der Gemeindechor und eine Bläsergruppe rundeten  diesen Festakt musikalisch ab. Im anschließenden Beisammensein mit den Gemeindemitgliedern und allen Ehrengästen, darunter auch Apostel i. R. Rolf Wosnitzka sowie Vertreter des Kirchenbezirkes Plauen, wurden bei hochsommerlichen Temperaturen  die zahlreichen Schattenplätze gesucht sowie Hunger und Durst gestillt.

Es muss nicht mehr weiter geträumt werden: Mit Bausteinen außen und mit lebendigen Steinen inwendig wird weiter gebaut.

Hier lesen sie den Bericht in der Tageszeitung.