Gott kennt keinen billigen Trost

Gott ist nicht oberflächlich, tröstet nicht mit gedankenlosen Floskeln, oder verharmlost die Ängste, Sorgen oder Schmerzen. Er nutzt seine starke Hand um nicht einfach alles  leichtfertig abzutun. Er gibt echten Halt und Stärkung. Wie er das macht, erklärte Apostel Mike Dietel der versammelten Gemeinde in Pausa.  

Gott kennt uns Menschen. Er weiß um unsere Lebensumstände, kennt unsere Gaben und Fähigkeiten, aber auch unsere Schwachstellen. Er sorgt für seine Geschöpfe, die er liebt und als kostbar ansieht. Anhand des Bibelwortes aus Jesaja 41,10

„Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“

wurde in der Predigt deutlich, welche Zusagen Gott den Menschen gibt:

„Ich bin mit dir.“
Der himmlische Vater ist da. Er sieht unsere Sorgen und Ängste und weiß, was wir benötigen. Er kann ausgleichen, wo uns etwas fehlt, und uns durch schwierige Situationen führen.

„Ich bin dein Gott.“
Wir dürfen uns vertrauensvoll an Gott halten und müssen nicht von ihm weichen. Aus seinen vielfältigen Angeboten dürfen wir schöpfen. Wie ein guter Vater sorgt und versorgt er seine Kinder.

„Ich stärke dich.“
Wenn unsere Kräfte nachlassen, unterstützt Gott uns. Als Beispiel wurde Elia genannt, der sich in einer ähnlichen Situation am Ende seiner Kräfte sah und aufgeben wollte. Gott kümmerte sich zunächst um seine grundlegenden Bedürfnisse, schenkte ihm Speise und gab ihm anschließend neuen Mut für die vor ihm liegenden Aufgaben.

„Ich halte dich.“
Wenn Gott eine solche Zusage gibt, dann steht sie auch. Sorgen und Ängste können zwar immer wieder in unser Leben zurückkehren, doch Gottes Zusage hat Bestand. Viele Menschen haben seine Hilfe und seinen Beistand in ihrem Leben erfahren.

In diesem Zusammenhang wurde ein treffendes Bild gebraucht: „Gott macht bei uns ständig Hausbesuche, auch wenn wir erschöpft auf dem Sofa oder im Bett liegen.“ Damit wurde deutlich: Gottes Nähe ist nicht davon abhängig, wie stark oder leistungsfähig wir gerade sind. Er kommt uns nahe, gerade wenn wir ihn besonders brauchen.

„Ich reiche dir die Hand.“
Wie Petrus, der auf dem Wasser in Gefahr geriet, dürfen auch wir darauf vertrauen, dass Gott uns seine Hand reicht. Er rettet, begleitet und führt uns auf unserem Weg zum Glaubensziel.

„Ich helfe dir.“
Gottes Hilfe zeigt sich in der Sündenvergebung ebenso wie in Situationen, in denen wir scheinbar hilflos sind. Gott sieht unsere Sorgen und weiß, welche Hilfe wir benötigen. Bereits bei den ersten Menschen nach dem Sündenfall begegnet uns die Angst als Ausdruck des gestörten Verhältnisses zwischen Mensch und Schöpfer. Gott aber möchte diesen Bruch heilen und den Menschen wieder zu sich führen.

Der Bezirksvorsteher Karsten Treiber nahm in seiner Predigtzugabe Bezug auf einen Jugendgottesdienst im vergangenen Jahr. Der heutige Stammapostel Helge Mutschler hatte dort unter anderem darauf hingewiesen, dass Gott der rechte Begleiter ist und zusagt: „Ich will mit dir durchs Feuer gehen!“

Daran anknüpfend wurde die Macht des Gebetes hervorgehoben. Gebet bedeutet Hinwendung zu Gott und das vertrauensvolle Suchen seiner Nähe. Elisa durfte diese Kraft des Gebetes im Kampf gegen die Feinde erfahren, wie es uns in der Bibel berichtet wird.

Zwei neue Diakoninnen

Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahles rief der Apostel zwei Schwestern aus der Gemeinde vor den Altar und ordinierte sie zu Diakoninnen.

Als Freudenbotinnen brauchen sie keine Angst und Furcht vor den vor ihnen liegenden Aufgaben zu haben. Mit der Ordination wurde ihnen das Amt übertragen, verbunden mit dem Segen zur Durchführung von Wortgottesdiensten, zur Spendung des trinitarischen Segens sowie zur seelsorgerischen Betreuung und Pflege der Gemeinde. In seiner Ansprache vor der Ordination gab der Apostel den beiden Schwestern eine besondere Zusage mit auf den Weg: „Ihr bekommt, was nötig ist.“

Sorge dürften sie durchaus haben – und diese Sorge sei sogar notwendig, wenn sie an den Altar treten. Gemeint sei dabei nicht die Angst vor der Aufgabe, sondern die ehrliche Sorge, das Wort Gottes richtig und angemessen verkündigen zu können. Zugleich wurde betont, dass das diakonische Amt nicht auf die vier Wände des Kirchengebäudes begrenzt ist. Es umfasst vielmehr alle Lebensbereiche und damit die Menschen in ihrem gesamten Alltag.

Nach der Ordination brachten die anwesenden Gemeindemitglieder ihre Freude und Dankbarkeit zum Ausdruck. Claudia und Bettina wurden mit zahlreichen Glückwünschen zu ihrer neuen Aufgabe bedacht. Die herzlichen Worte machten deutlich, wie sehr sich die Gemeinde über die beiden neuen Diakoninnen freut und sie auf ihrem weiteren Weg begleiten möchte.