Dankbar sein – ein Lebensmotto

Am Mittwoch, den 12. August 2026, leitete Apostel Mike Dietel den Gottesdienst in der vogtländischen Drei-Türme-Stadt Auerbach. … ein besonderer Gottesdienst, der verdeutlichte wie nah beieinander Ende eines Lebensabschnitts und Neubeginn liegen.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Epheser 5,20 zugrunde: „und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“

Zu Beginn seiner Predigt nahm Apostel Mike Dietel Bezug auf die Sonnenfinsternis, die an diesem Tag zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs erwartet wurde. Der Apostel brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass wir aufgrund zahlreicher Fotos in den Medien ausgiebig über den Verlauf in Kenntnis gesetzt werden. Das heißt: Wir verpassen nichts. Im Gegenteil: Wir nutzen die von Gott gegebene Zeit, um IHM zu danken, IHN zu loben und zu preisen.

Dabei sind wir uns sehr wohl bewusst, dass nicht jede Lebenssituation Dank und Lobpreis hervorruft. Doch hierfür gab uns unser Apostel den Rat: „Fürchte dich nicht. Denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.“ (Jesaja 43,1) Diese Zusage Gottes, die er damals dem Volk Israel gab, gilt uns auch heute. Es ist eine unumstößliche Tatsache, dass Gott uns immer begleitet und für uns da ist.

Gründe zum Danken

Du und ich – wir sind erlöst. Wir sind frei. … ist das nicht Grund zum Danken?
Freiheit ist schon hier auf Erden ein unbezahlbares Gut, das nicht alle Menschen haben.

Gott lädt dich und mich immer wieder neu ein, mit IHM Gemeinschaft zu haben und seine Gnade zu empfangen.
ER verliert nicht die Geduld mit dir und mit mir. … ist das nicht Grund zum Danken?

Gott schaltet für dich und für mich sein Licht an.
Dadurch erkennen wir unsere Umgebung deutlich. Wir erkennen uns durch das Wirken des Heiligen Geistes. Denn dieser ist das von Gott gegebene Licht. Der Heilige Geist ist die Verbindung zu Gott. Er schafft Klarheit und ist zugleich Fürsprecher für dich und für mich. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, erkennen wir, wo wir stehen und was wir für unsere (seelische) Weiterentwicklung brauchen. … ist das nicht Grund zum Danken?

Gott gibt dir und mir immer wieder Gelegenheit, für uns selbst und für andere zu bitten.
Er lässt dich und mich Anteil nehmen an seinem Wirken; lässt uns Fürsprecher sein. … ist das nicht Grund zum Danken?

Gott danken allezeit für alles

Apostel Mike Dietel verdeutlichte anhand von Beispielen wie wir von Emotionen geprägt sind. Oft bedanken wir uns schnell und enthusiastisch für ein Geschenk, für erhaltene Hilfe … Doch neue Eindrücke, Situationen und Dinge vereinnahmen unser Denken und Handeln. Wir sind abgelenkt und das zuvor Wichtige verliert an Bedeutung. „Danken allezeit für alles“ drückt fortwährenden, in Intensität nicht nachlassenden Dank aus. ... sozusagen eine Lebensaufgabe, ein Lebensmotto. Ist uns das (immer) bewusst?

Dankbarkeit und Vertrauen in Gott

In diesem Gottesdienst trat Priester Michael Cahn ein letztes Mal zum Mitdienen an den Altar, da er nach mehr als 40 Jahren als ehrenamtlicher Seelsorger in den Ruhestand treten wollte.

In seiner Copredigt verlieh er seiner Dankbarkeit Ausdruck über:

  • das Bibelwort an diesem Abend
  • die Gnade, die er auch insbesondere während seiner Amtszeit verspürt hat
  • das Getragen und Ertragen-werden durch seine Familie und durch die Gemeindemitglieder 
  • erhaltene Ratschläge
  • den Rückhalt - besonders durch unseren Gemeindevorsteher

„Es geht gut weiter. Es geht anders weiter. Nehmt einander an!“ Mit diesem, an die Gemeinde gerichteten Appell beschloss Prieser Cahn seinen Predigtbeitrag.

Inruhesetzung und „Geschenke“ für die Gemeinde

Nach der Vergebung der Sünden und der Feier des Heiligen Abendmahls folgte die Inruhesetzung von Priester Michael Cahn. „Gern hätte ich länger mit dir zusammengearbeitet“, so Apostel Mike Dietel. Denn Seelsorger, die Jahrzehnte in den verschiedensten Funktionen ehrenamtlich in unserer Kirche (mit)gewirkt haben, verfügen über einen reichen Erfahrungsschatz. Unser Apostel bescheinigte ihm, dass er sein gegebenes „Ja“ gehalten und mit Leben ausgefüllt habe. Der Apostel dankte auch Michaels Ehefrau. Denn die Unterstützung durch LebenspartnerInnen und Familie erleichtert und bereichert die Ausübung eines Amtsauftrages.

Danach „verteilte“ unser Apostel zwei Geschenke an die Gemeinde: Er ordinierte André Richter zum Diakon und Diakon Jörg Wellner zum Priester.

Er gab ihnen mit auf dem Weg:

  • Gott zu suchen, zu finden, zu fühlen
  • im Hier und Jetzt Verbindungen zu Gott zu schaffen für die anvertrauten Seelen
  • als Diakon der Anknüpfungspunkt für Glaubensbruder und Glaubensschwester zu sein
  • als Priester Menschen zu Gott zu führen, Gottes Wort zu verkündigen, die Braut Christi auf Jesu' Wiederkunft vorzubereiten.

Der Gottesdienst fand mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Ich bin der Weinstock“ (aus „Kommt, atmet auf“) seinen würdigen Abschluss.