Anlass für diese Begegnung war der Vorstehertag des Kirchenbezirkes Zwickau. … ein Tag, an dem die Gemeinde- und Bezirksleiter einmal sich „bedienen“ lassen konnten.
Nun zurück zu der eingangsgestellten Frage. … Reichtum, reich sein … Es geht hier nicht um irdischen Reichtum, sondern um den Reichtum der Seele. DICH, MICH, ALLE Menschen will Gott beschenken. Erkennen wir diese Geschenke (noch)? Lass dich darauf ein, dass dir Gott diesen Reichtum schenkt. Wir sind gesegnet von Gott. Immer!
Dann wandte sich Bischof Dietel dem Bibelwort zu, dass dem Gottesdienst zugrunde lag. Es steht in Apostelgeschichte 16,14.15: „Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, eine Gottesfürchtige, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte uns."
Worum es ging
Paulus war mit Silas zu seiner zweiten Missionsreise aufgebrochen. Ziel war es, die größeren Städte in Kleinasien zu besuchen. Ihre Reiseroute wurde von Gottes Geist gelenkt. Auf diese Weise kamen sie in die Stadt Thyatira. Hier begegnete ihnen Lydia, eine Purpurhändlerin. Sie war nicht jüdischer Abstammung, hatte sich aber dem monotheistischen jüdischen Glauben zugewandt.
Auf der Suche nach einem geeigneten Versammlungsort nahm Lydia die Gottesmänner kurzerhand in ihr Haus auf, lauschte ihren Worten und ließ sich schließlich mit allen, die in ihrem Haus lebten, taufen.
Welche Schlüsse wir aus dieser Begebenheit ziehen können
- Planungen sind wichtig und gut. Doch Gott kann unverhofft die Planung ändern. Auch heute kann Gott uns Impulse geben. Sehen wir diese Hinweise? Hole Gott in dein Lebensboot und lass für sein Wirken Freiraum mit der Bitte „Gott, stelle die Weichen für meinen weiteren (Glaubens-)Lebensweg.“
- Lydia entsprach nicht der damaligen Norm. Sie war eine Frau, reich, nicht jüdischer Abstammung. Dennoch war sie gläubig. Und nach den inspirierenden Gesprächen mit Paulus wollte sie an seinem Glauben teilhaben.
Gott sucht uns aus und nicht umgekehrt. Er wendet sich uns zu. Er erwählt. … nicht nach unserer Sichtweise. Wenn Gott in unser Herz einzieht, dann werden wir spüren, dass er uns begleitet. Stellen wir christliche Nächstenliebe in den Vordergrund, und nicht menschliche Befindlichkeiten.
Sind wir uns (noch) bewusst, welche Geschenke Gott uns macht? Probiere es aus und rufe Gott bewusst an. Du wirst ihn erleben! Nimm die Begegnungen mit Glaubensgeschwistern und mit Gott bewusst wahr. Du bist etwas Besonderes, WERTvoll für Gott.
Lebe deinen Glauben und lebe deines Glaubens!
Bischof Mike Dietel nahm Bezug auf den „Tag der offenen Kirche“, den die Gemeinde tags zuvor durchgeführt hatte. 125 Jahre Neuapostolischer Glauben im Göltzschtal und auf den Tag genau 5 Jahre Kirchenneubau in Auerbach … ein besonderes Jubiläum, dass die Glaubensgeschwister zum Anlass genommen haben, um „ihren“ Glauben, „ihre“ Kirche, „ihre“ Gemeinschaft zu präsentieren.
Das Kirchengebäude ist die Hülle. Die Gemeindemitglieder mit all ihren Facetten macht das Zusammenleben nach innen und außen aus. „Gemeindebau“ geht nur, wenn beständig das Herz aufgetan wird.
Zum Abschluss dieses besonderen Gottesdienstes sang die versammelte Gemeinde gemeinsam den Kanon „Lobe den Herrn, meine Seele“ aus dem Kinderliederbuch „Stimmt mit ein“. Darin heißt es „… und was er dir Gutes getan hat.“ … einen passenderen Abschluss für dieses Gottesdiensterleben konnte es nicht geben.
Fazit
Passen wir auf, dass uns unser Reichtum nicht “madig“ gemacht wird. Halten wir unser Glaubenserleben fest. Gott gibt Halt! Lasst uns miteinander reden und nicht übereinander. In unserem Umfeld werden wir wahrgenommen. Lasst uns unseren Glauben zeigen! Machen wir unser Herz auf und spüren wir die Begleitung Gottes … jeden Tag … IMMER!
Neuapostolische Kirche