Lobpreis-Feuerwerk mit GospelproJekt zum Abschluss des IKT

Abschlusskonzert 15:30 Uhr – Olympiahalle – GospelproJekt – max. Teilnehmer: 12.500. So stand es zu lesen als letzter Programmpunkt im IKT-Guide zum Internationalen Kirchentag in München am Pfingstfest 2014.

Nach dem segensreichen Gottesdienst mit dem Stammapostel am Sonntagmorgen im Olympiastadion bereiteten sich die Sänger und Instrumentalisten des GospelproJekts mental auf das Konzert vor. Und so standen auch einige Fragen im Raum: Wird die Halle annähernd gefüllt sein? Werden alle Vorträge reibungslos über die Bühne gehen? Können wir die Zuhörer begeistern?...

Schon beim letzten Soundcheck kurz vor Konzertbeginn konnten diese Fragen getrost über Bord geworfen werden: Durch die vollbesetzte Olympiahalle schwappten bereits La-Ola-Wellen und zündeten das Publikum an. Der Hallensprecher rief die Anwesenden auf, mehr zusammenzurücken, weil immer noch zahlreiche Besucher draußen vor der Olympiahalle stehen würden, die ebenfalls gern beim Abschlusskonzert des IKT dabei sein wollten.

Das Orchester hatte bereits auf der Bühne Platz genommen, als endlich die SängerInnen auf die Bühne eilten und mit „Bless the Lord“ das Konzert eröffneten. Passend zum orangefarbenen Outfit des Ensembles schwenkten alle zur Begrüßung die IKT-Schals über ihren Köpfen. Spontan erwiderte diese Geste auch das Publikum – die Olympiahalle war mit über 12.500 Zuhörern zum Bersten besetzt.

Die vier Dirigenten bereiteten die Zuhörer auf die einzelnen Titel mit einfühlsamen Moderationen vor. Darin drückten sie immer wieder die christliche Glaubensüberzeugung des gesamten Ensembles aus. Über allem stand die Frage: Wen wollen wir preisen? – Natürlich unseren Herrn Jesus Christus.

Andächtig ruhig wurde es in der Halle, als eine Violinistin einfühlsam das „Agnus dei“ zu spielen begann und nacheinander Orchester, Chor und Band einsetzten. Die Begeisterung in der Halle begann sich zu steigern. Als der EJT-Song „Come to my Jesus“ erklang, blieb kaum einer der Zuhörer sitzen – die Halle tobte, es wurde mitgeklatscht, die organgefarbenen Schals über den Köpfen geschwenkt und man sah viele Handylichter leuchten.

Die weiteren Titel „Praise his holy name“ und „Fly away“ mit Solist Dominic Omachonu ließen die schon oft gepriesene Gänsehaut-Atmosphäre aufkommen. Mit dem exzellenten Arrangement „Sing your praise to the Lord“ bewies das Ensemble, dass man von einer klassischen Bachfuge ausgehend – am Flügel vorgetragen – übergehen kann zu rockigem Lobpreis Gottes. Band und Solist harmonierten in wunderbarer Weise zusammen, während der Chor gleichzeitig den bekannten Choral „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ zu Gehör brachte. Das Publikum erhob sich spontan von den Stühlen!

Die Zuhörer waren überwältigt von diesem fulminanten Konzert, so dass es immer wieder zu Standing Ovations kam. „O happy day“ – Welch schöner Tag für alle Teilnehmer des Kirchentages in München neigte sich dem Ende entgegen und so auch das grandiose IKT-Abschlusskonzert.

Manch einer der Konzertteilnehmer wischte sich verstohlen eine Träne aus dem Gesicht, als der historische Hintergrund von „Amazing Grace“ von Dirigent Markus Weyh mit leiser Orchesterbegleitung entgegengebracht wurde. Es war der Schlusstitel und mit dem letzten Akkord gab es in der Halle kein Halten mehr: nicht enden wollender Applaus, frenetisches Klatschen und das Schwenken der IKT-Schals bewiesen, dass die Vorträge zum Lobpreis Gottes in den Herzen der Zuhörer angekommen waren. Die Rufe nach einer Zugabe wurden vom Ensemble gerne erfüllt. „Lord reign in me“ erklang als erste Zugabe und noch immer gab es Forderungen nach mehr.

Dirigent Jörg Sammler sagte in seiner Moderation zum letzten Titel: „Wir haben vorhin schon viele gesehen, die ihr Handy in der Hand und ihr kleines Licht haben leuchten lassen. Und das werden wir jetzt auch tun. ‚This little light of mine‘‚Mein kleines Licht, ich lass es leuchten!‘

Mit diesem Lied verabschiedete sich das Ensemble von den Zuhörern endgültig. Geben ist seliger als nehmen – manch einer der Akteure hatte nach dem Konzert ein paar Tränen in den Augen, denn auch sie berührte dieses Erleben tief im Inneren.

Möge unser himmlischer Vater weiterhin seinen Segen und seine Hilfe jedem Menschen zuteil werden lassen, der ihn erkennt und sich zu ihm wendet.

Text/Fotos: K.Mr.