Fest der Freude

Am Nachmittag des zweiten Advent luden Chor und Orchester der Gemeinde Plauen zum Adventskonzert ein. Es erklangen Melodien und Lieder christlicher bzw. bekannter Musik zum Weihnachtsfest. Im Vorfeld wurde viel geübt und das Ergebnis konnte sich sehen und hören lassen.

Der Vorsteher der Gemeinde Plauen, Bezirksevangelist Karsten Treiber, begann diese musikalische Stunde mit einem gemeinsamen Gebet. Anschließend begrüßte er, als Vertreter des öffentlichen Lebens der Stadt Plauen, den Plauener CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Jörg Schmidt, der zusammen mit seiner Tochter dem Konzert beiwohnte.

In seinem kurzen Vorwort betonte er, wie wichtig in der momentan unruhigen Zeit eine Stunde der Besinnlichkeit ist. Unfriede, Auseinandersetzungen unter den Völkern und Kriege dominieren die Nachrichten aus der Welt, aber auch in unserem nächsten Umfeld gibt es viel Unruhe, die die Herzen der Menschen im Allgemeinen aber auch der Christen belastet.

Weihnachten – Fest der Freude

Mit dieser Aussage sangen die Kinder gemeinsam mit dem Chor das bekannte Lied „Vorfreude, schönste Freude“. Bereits die Engel auf den Feldern vor Bethlehem erhielten vom Engel die Botschaft „Siehe, ich verkündige euch eine große Freude“, nämlich, dass Jesus Christus geboren war.

Freude ist nicht gleich Freude und wir sollten unsere Herzen mehr dafür sensibilisieren. Freude wird in heutiger Zeit oft verwechselt mit Vergnügen, Unterhaltung oder Amüsement. 

Vergnügen findet im Augenblick statt – die Freude überstrahlt das Gestern, ins Morgen hinein.

Vergnügen kann man kaufen – Freude bekommt man eigentlich "nur" geschenkt.

Vergnügen hat viel mit Befriedigung zu tun – Freude steht in Verbindung mit Glück.

Vergnügen vertreibt die Zeit – Freude erfüllt sie.

Die Menschen leben mit dem Vergnügen in sich hinein – aber mit der Freude über sich hinaus.

Vergnügen bietet Ablenkung von vielerlei Dingen – die Freude jedoch motiviert zu mehr.

Bildlich gesehen kann man sehen, dass, wenn sich das Vergnügen vom Sessel erhebt, sich die Langeweile sogleich darauf setzt und eine Leere im Herzen entsteht. 

Aber was bedeutet Freude für uns Christen? Freude ist die Schwungkraft der Seele und sollte nicht nur momentaner Zustand sein. Wenn die Freude geht, dann nimmt sogleich die Dankbarkeit im Herzen ihren Platz ein.


Ein abwechslungsreiches Konzert erwartete die zahlreichen Besucher. Bekannte Weihnachtsweisen, unter anderem „Macht hoch die Tür“ oder „Tolite hostias“ wurden vom Chor ausdrucksstark mit Unterstützung der Blechbläser vorgetragen und erfüllte den Kirchenraum. Wie in jedem Jahr erfreuten besonders die Vorträge der Kinder die Anwesenden. Jugendchor und Band brachten moderne, englischsprachige Weihnachtsweisen zu Gehör.

Mit dem Titel „Christ has Come“, die Vertonung der Heiligen Nacht in Betlehem, fand das Konzert mit Chor, Kinderchor, Orchester, Klavier und Orgel einen fulminanten Abschluss.

Belohnt wurde die Ensembles mit stehenden Ovationen und der bitte um eine Zugabe. Der Dirigent, Priester Uwe Sammler, kam dem gerne nach indem das schöne Weihnachtslied „O, du fröhliche“ gemeinsam mit allen Konzerbesuchern und dem Orchester angestimmt wurde.

„Fröhliche Weihnacht überall“ wünschen wir allen Menschen auf der Welt – mit Frieden und Dankbarkeit im Herzen, die bis in die Zukunft hineinreichen mögen für ein gutes neues Jahr 2024!

Das Konzert konnten neben den zahlreichen Live-Zuschauern vor Ort auch einige zuhause am Bildschirm miterleben.