Jugend bewegt - aber was?

Unter dem Motto "Jugend bewegt ..." erlebten 135 Jugendliche aus den Kirchenbezirken Gera und Meiningen ein Jugendwochenende in der Jugendherberge in Kretzschau. Karaoke, Workshops, Sport und Spiel, viele Skatrunden bis tief in die Nacht, ein Grillabend mit Lagerfeuer und ein Aktivity-Spiel mit lebenden Spielfiguren waren nur einige Höhepunkte des Jugendtreffens.

Unter dem Motto "Jugend bewegt ..." erlebten 135 Jugendliche aus den Kirchenbezirken Gera und Meiningen vom 27.-29. April 2007 ein Jugendwochenende in der Jugendherberge in Kretzschau. Karaoke, Workshops, Sport und Spiel, viele Skatrunden bis tief in die Nacht, ein Grillabend mit Lagerfeuer und ein Aktivity-Spiel mit lebenden Spielfiguren waren nur einige Höhepunkte des Jugendtreffens.

Strahlend blauer Himmel, ein lauwarmes Lüftchen und Stau auf der A4 - das waren die Anreisebedingungen in die Jugendherberge nach Kretzschau. Nach den Anmeldeformalitäten und dem Bezug der Unterkunft begann der Freitagabend ruhig, aber die Simmung steigerte sich schlagartig, als Hartl mit der Karaoke-Musik startete. Für Begeisterung und eine tolle Stimmung sorgten Jugendliche und Jugendleiter, die voller Inbrunst sangen. Letztere sangen vorwiegende deutsche Schlager. Die Gemeindechordirigenten wären vor Neid erblasst, wie weit man den Mund "aufreißen" kann.

Unter dem Motto "Jugend bewegt ..." wurden am Samstag fünf verschiedene Workshops angeboten. So konnte jeder nach seinen Wünschen und Neigungen den Vor- und Nachmittag selbst gestalten. Die einen bewegten Töne, andere wollten etwas zu Gestaltung und Programmierung von Webseiten wissen oder einfach tiefer in die Bibel einsteigen. Alles in allem ein buntes Programm. Manche erfanden noch einen Workshop, der mit "Jugend bewegt Wasser" umschrieben werden konnte. Es gab Mutige, die wirklich ins sehr kühle Nass sprangen, um sich dann in der Sonne wieder aufzuwärmen.

"Jugend bewegt Töne"
Die Leitung dieses Workshops lag in den Händen von Thomas Hinzke. Erarbeitet wurden in 2 Gruppen Gospels und moderne christliche Chormusik, die dann am Sonntag zum Gottesdienst vorgetragen wurden. Begleitet wurde der Gesang mit Querflöte und Gitarren.

"Jugend bewegt sich richtig"
Sabine Hagner aus Wurzbach war die Referentin für "Gutes Benehmen - sicheres Auftreten". Es war zwar nicht der meistbesuchte Workshop, aber dafür der, über den im Nachhinein noch am meisten gesprochen wurde. Hauptsächlich die etwas älteren Jugendlichen besuchten ihn. Die Teilnehmer konnten feststellen, dass es noch auf allen Ebenen des Benehmens Nachholebedarf gibt.

"Jugend bewegt Bits und Bytes"
In diesem Workshop ging es um die Gestaltung und Programmierung von Webseiten - ein Thema was nicht unbedingt jeden interessiert. Welches Design ist das richtige, wenn es um eine private Bewerbungs-Homepage geht, oder was muss ich beachten, um eine Jugendhomepage zu erstellen. Resümierend ist zu sagen, dass viele es sich leichter dachten, als es in Wirklichkeit ist, so Matthias Creutzberg.

"Jugend bewegt wertvolle Gedanken"
Vertiefende Gespräche zu Worten der Bibel war Inhalt dieses Workshops, den Olaf Schöler aus Pößneck, unterstützt von Bezirksevangelist Jan Solbrig, leitete. Unter dem Gesichtspunkt "junge Menschen in der Bibel" standen zur Auswahl: der 12-jährige Jesus im Tempel / Maria / Timotheus / Philippus / Paulus / reicher Jüngling.

Am Vormittag hielt sich der "Besucherstrom" noch zurück, was aber der Intensität keinen Abbruch tat. Die Teilnehmer entschieden, dass sie sich mit der Jungfrau Maria etwas näher beschäftigen wollten und nahmen dabei vordergründig die Textstelle aus Lukas 1, 26-38 zu Hilfe. Zum besseren Verstehen einzelner Passagen und Worte nutzte man verschiedene Bibelübersetzungen. Allen wurde wieder einmal bewusst, dass Maria ein sehr gottesfürchtiges Mädchen gewesen sein muss und dass Gott sie in ihrer besonderen Situation nicht allein ließ, sondern ihr Kraft und Hilfe gab - so war es für sie auch eine Stärkung, dass ihre Tante Elisabeth ein ähnliches Wunder erleben durfte.

Am Nachmittag füllte sich der Raum beträchtlich und bevor es zum eigentlichen Arbeiten mit der Bibel kam, tauschte man offen und fruchtbar die bisherigen Erfahrungen in den eigenen Gemeinden und Jugendgruppen aus. So hatten einige Teilnehmer bisher noch keine Erfahrung mit Bibelkreisen und wollten sehen, wie man solche gestaltet. "Mich interessierte vor allem, in welcher Form und mit welchen Voraussetzungen Bibelkreise durchgeführt werden können und wie ich das in bestehende Aktivitäten meiner Gemeinde einbinden kann." (Ingo Grahmann - Vorsteher der Gemeinde Bad Salzungen) Andere berichteten über die Anfänge und bisherige Entwicklung.

Irgendwann beschloss man, mit dem eigentlichen Thema zu beginnen. Die Gruppe entschied sich für Timotheus. Interessant war, dass ein Teilnehmer - ähnlich wie Timotheus - in einem sehr jungen Alter (25) als Vorsteher für eine Gemeinde eingesetzt wurde, in der er selbst der jüngste Gottesdienstteilnehmer war. Gott stärkte Timotheus, indem er ihm sagte, dass keiner das Recht hätte ihn wegen seiner Jugend "schief" anzusehen oder ihn vielleicht als "Grünschnabel" zu bezeichnen. Aber er sagte ihm auch, wie er sich verhalten soll, damit die Menschen ihn annehmen können. "Ich empfand es als angenehm, mit welch offener Atmosphäre Gedanken zu den Textstellen ausgetauscht und unterschiedliche Meinungen akzeptiert und stehen gelassen wurden." (Olaf Schöler - Jugendleiter der Gemeinden Pößneck, Ranis und Rockendorf)

"Jugend bewegt sich"
Dies war bei dem schönen Wetter der Workshop, bei dem man den herrlichen Sonnenschein voll auskosten konnte. Stammweitwurf, Nägeleinschlagen, Fuß- und Volleyball standen unter der Leitung von Burkhard Götel auf dem Programm.

Gemeinsam aktiv am Samstagabend
Die Jugendgruppen Hermsdorf und Gera hatte zu diesem Zweck ein "Activity-Spiel" mit biblischen Begriffen entworfen und natürlich im Vorfeld auch selbst getestet. Die Begriffe waren der eigenen Gruppe zu erklären, zu zeichnen und pantomimisch darzustellen. Als Erstes wurden die lebenden Spielfiguren verkleidet. Im ersten Durchgang spielten die Jugendlichen und im zweiten die Jugendleiter. Mit viel Ehrgeiz feuerten die Jugendlichen und Jugendleiter der beiden Kirchenbezirke die gegeneinander spielenden Mannschaften an, um Sieger zu werden. Am Ende war die Verteilung gerecht: Es stand 1:1, denn bei den Mannschaften aus jugendlichen Teilnehmern gewann der Kirchenbezirk Gera und bei den Mannschaften der Jugendleiter gewann der Kirchenbezirk Meiningen. Das Spiel brachte viel Freude, Spaß und Spannung für die Zuschauer. Der Abend klang am Lagerfeuer aus, neue Freundschaften wurden geschlossen und intensiver Erfahrungsaustausch betrieben.

Open-Air-Gottesdienst am Sonntagmorgen
Der Open-Air Gottesdienst am Sonntagmorgen begann bei herrlichem Sonnenschein (und Kälte) um 10.00 Uhr. Bezirksältester Stefan Standke leitete den Gottesdienst. Er diente mit dem Bibelwort 1. Petrus 1, aus 17: "So führt euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht." Wir wurden an die rechte Lebensführung und an die Gottesfurcht erinnert und dazu aufgerufen, Acht auf unsere Seele zu haben.

Keiner hat es mehr gewusst, dass der Bezirksjugendleiter des Kirchenbezirkes Gera, Evangelist Thomas Knolle, 2001 während eines Jugendwochenendes in der Jugendherberge Kretzschau in diese Aufgabe eingeführt worden war. Er steht seit einigen Jahren der Gemeinde Oberndorf als Vorsteher vor, und so wurde er nun von dieser Aufgabe entbunden, ebenso sein Stellvertreter, Priester Uwe Seidel, der seit April 2007 als Bezirkskinderlehrer tätig ist. Mit dieser Aufgabe wurde - nicht überraschend - Priester Thomas Hartmann beauftragt. Wir wünschen unserem "Hartl" für seine neue Aufgabe alles Gute, Geschick in allen Dingen und auf allem möge der Segen Gottes ruhen.

Ein ereignisreiches Wochenende ging zu Ende. Viel Schönes wurde in diesen Tagen erlebt und bleibt sicher unvergesslich.

M.C./B.S./S.H.; Bilder: M.C./T.H.