"Friede sei diesem Haus" - Eine besondere Sonntagsschulstunde

Eine besondere Sonntagsschulstunde erlebten die Kinder der Gemeinde Pößneck parallel zum Gottesdienst für Entschlafene am 1. Juli. Angeregt durch intensive Vorbereitung beschäftigten sich die Kinder mit dem Segen "Friede sei diesem Haus", den Jesus gab, wenn er in ein Haus kam.

Eine besondere Sonntagsschulstunde erlebten die Kinder der Gemeinde Pößneck am 1. Juli 2007 parallel zum Gottesdienst für Entschlafene. Angeregt durch intensive Vorbereitung beschäftigten sich die Kinder mit dem Segen "Friede sei diesem Haus", den Jesus gab, wenn er in ein Haus kam.

Der Gottesdienst für Entschlafene stand unter der Überschrift "Jesus Christus - die Tür", abgeleitet von dem Bibelwort Johannes 10, 9: "Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden." Ein "Jesushaus" mit dem "Jesuslicht" wurde gestaltet und die Tür besonders beleuchtet.

Jedes Kind baute nun auch sein eigenes Haus - danach legte jeder als Symbol für sein eigenes Ich und die Nähe zu Jesus einen Leuchtstein in das "Jesushaus". Daniel Hempfling (6) fragte: "Machen wir das noch mal?" Analog zur Aussendung der zweiundsiebzig Jünger durch Jesus (vgl. Lukas 10, 1-6) brachten immer zwei Kinder einem anderen Haus das Licht (sie zündeten es am Jesuslicht an) mit dem damit verbundenen Frieden Jesu.

Nach seinem Tod am Kreuz ging Christus zunächst in das Reich der Toten. Vielleicht sagte er dort zuerst die Worte "Friede sei mit euch"? Die Kinder stellten Bilder von lieben Menschen, die schon in der Ewigkeit sind, um das Jesuslicht in das Jesushaus hinein. Selina Dettlof (6): "Ich möchte auch ein Licht anmachen!" Jeder wurde mit Namen genannt und ein besonderer Gedanke zu ihm (ihr) geschickt. Sarah Dettlof (9) aus Neustadt sagte: "Ich möchte das Bild von meiner Oma hinstellen."

Was heißt eigentlich: "Denken an die Verstorbenen"? Es ist wie ein Besuch bei ihnen - allerdings in Gedanken! Madeline Rimpler (8) fand gut, "dass wir solche Häuser gebaut haben und dass über die Personen geredet wurde. Ich habe Bilder von Oma und Opa mitgebracht. Und ich fand schön, dass wir zu diesem Thema eine Sonntagsschule hatten."

Nach dem Gottesdienst kamen viele Glaubensgeschwister und schauten sich das "Werk" der Kinder an. Eine besondere Atmosphäre erfüllte den Raum. Ein Foto war den meisten unbekannt - es war das Bild von einer mit 19 Jahren am zurückliegenden Donnerstagabend durch einen Unfall verstorbenen jungen Frau. Nachdem man wusste, um wen es sich handelte, gingen viele mit ihren Gedanken ihr einen "Besuch" abstatten.

B.S.; Bilder: M.C.