Es braucht nicht im Sauerstoffzelt enden

Über 30 Jugendliche aus den Gemeinden Auerbach und Umgebung erlebten eine interessante Jugendstunde zum Thema "Sucht und Abhängigkeit". Der Lungenfacharzt Dr. med. Kai-Uwe Walther hielt einen Vortrag zum Thema Rauchen, dessen Folgen und Möglichkeiten zur Entwöhnung.

Jugendstunde mit einem Lungenfacharzt

Auerbach.Über 30 Jugendliche aus den Gemeinden Auerbach und Umgebung erlebten am 22. Februar 2008 eine interessante Jugendstunde zum Thema "Sucht und Abhängigkeit". Der Lungenfacharzt Dr. med. Kai-Uwe Walther begann seinen medizinisch hochinteressanten Vortrag mit der Aussage, dass über 30 % aller Jugendlichen unter 15 Jahren Raucher sind. Beeindruckend waren seine Ausführungen, welche Folgen das Rauchen haben kann. Keiner braucht ein solches Lebensende finden wie der als Werbefigur für den Zigarettenkonzern Philipp Morris weltweit bekannt gewordene ehemalige Stuntman und Rodeoreiter Wayne McLaren, der die letzte Zeit seines Lebens im Sauerstoffzelt verbringen musste und viel zu jung verstarb.

Im Mittelpunkt des Vortrages standen Erläuerungen aus medizinischer Sicht zu den Folgen des Rauchens. Nicht nur Lungenkrebs, der immer noch die schlechtesten Heilungschancen hat, sondern auch Auswirkungen, wie Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko, Beschleunigung des Alterungsprozesses, Altersschwachsinn, Beeinträchtigung des Geruchs- oder des Geschmackssinnes, die Verschlechterung der Hörfähigkeit und weitere Folgen wurden deutlich angesprochen.

Wesentlich ist, so stellte Dr. Walther heraus, dass es sich jederzeit lohnt, mit dem Rauchen aufzuhören, egal in welchem Alter man bereits ist. Desweiteren erläuerte er einige Hilfsmöglichkeiten, die die Schulmedizin hierfür anbietet. Bereits nach 8 Stunden beginnt sich der Körper zu regenerieren und nach 10-15 Jahren ohne Zigarette sinkt das Krebsrisiko gewaltig.Anschließend beantwortete der Facharzt die zahlreichen Fragen der Jugendlichen, z.B. auch nach den Auswirkungen des Passivrauchens.

Am Ende bedankte sich der Jugendbetreuer aus der Gemeinde Auerbach, Priester Steffen Fohlert bei Dr. Walther für die lehrreiche Stunde.

Nun gilt es in einer zusätzlichen Jugendstunde das Thema weiter zu "bearbeiten". Es sollte besprochen werden, welche Umstände in eine Abhängigkeit oder Sucht führen, oder welche Verhaltensweisen dies verhindern können. Auch der Aspekt christlicher Eigenverantwortung und tugendhaften Verhaltens sind wesentliche Hilfsmittel und sollten im Kreis der Jugend angesprochen werden.

Text: U.S./ Fotos: U.S.

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