...singend unter freiem Himmel

"Mei Vogtland is so wunderschie..." Davon konnten sich die Sängerinnen und Sänger der Gemeindechöre Greiz, Falkenstein und Auerbach während ihres ersten gemeinsamen Chorausfluges überzeugen.

(25.05.2008) Veitenhäuser. "Mei Vogtland is so wunderschie..." Davon konnten sich die Sängerinnen und Sänger der Gemeindechöre Greiz, Falkenstein und Auerbach während ihres ersten gemeinsamen Chorausfluges überzeugen.

Das Vogtland, das "Land des Vugelbeerbaams", lässt sich individuell oder organisiert, per Fahrrad, motorisiert oder zu Fuß erkunden. Die zum Großteil unberührte Natur, üppige Wälder, Wiesen und Felder laden jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Feriengäste zum Verweilen ein. Vogtländer wissen um die Schönheit ihrer Heimat. Aufgrund des Alltagstrubels kommen sie jedoch selten dazu, die Vielfalt, die sich quasi vor ihrer Haustür ausbreitet, so richtig zu genießen.

Das sollte sich kurzzeitig ändern - zumindest für die Sängerinnen und Sänger der Gemeinden Greiz, Falkenstein und Auerbach. Mal raus aus dem Alltag und rein in die Natur hieß es für die Sangesfreudigen, die im Jahr 2005 erstmals gemeinsam das Adventskonzert zum Abschluss des Rodewischer Weihnachtsmarktes bestritten hatten.

Am Sonntag, dem 25. Mai, trafen nach und nach die sangesfreudigen Wanderer gegen 14 Uhr am Eicher Bahnhof ein. Von hier aus wollten sie per pedes durch Wald und Flur, von Zeit zu Zeit ein Liedchen trällernd, zum Landgasthof Veitenhäuser gelangen. Zunächst wurde deutsches Volksliedgut zum Besten gegeben: "Nun will der Lenz uns grüßen", "Ännchen von Tharau" und andere hallten durch den Wald. Wie sich herausstellte, waren diese Lieder für manch jungen Sänger recht unbekannt. Doch die jungen Leute wollten sich keine Blöße geben und packten kurzerhand ihre Gospelchor-Mappe "...unplugged" - zu deutsch "(rein) akustisch" - aus. Nun zeigten sie den älteren "Semestern", dass sie internationales Volksliedgut kennen. Noch unter den Eindrücken des Konzerterlebens am 18. Mai stehend, welches sie als Projektchor-2009-Mitglieder haben durften, stimmten sie freudig Gospels und Spirituals an. So gestaltete sich der Marsch zum erklärten Ziel der Tour recht kurzweilig.

Beim Austritt aus dem Wald blieb der Blick der Wanderer unwillkürlich am Landgasthof hängen: Inmitten eines weitläufigen Areals präsentierte sich den Durstigen und Hungrigen das urige Domizil. Ein Schritt in den Hof...und es wurde jedem offenbar, warum die Gaststätte für viele Ausflügler das auserwählte Ziel ist: Es bietet allen Altersgruppen ausreichend Verweilmöglichkeiten: Kegelbahn, Volleyballplatz, Fußballfeld, Wippe, Rutsche, "Drahtseilbahn" bzw. gemütliche Sitzplätze unter freiem Himmel oder im Gasthaus.

Mit Kaffee, Kuchen - und im späteren Verlauf mit Gegrilltem, war ausreichend für das leibliche Wohl gesorgt. So manches Lied wurde noch angestimmt, und Priester Uwe Schneider, Öffentlichkeitsbeauftragter des Kirchenbezirkes Plauen, nutzte die Gelegenheit, um die Anwesenden über kommende Vorhaben des Ensembles zu informieren.

Mit dem Wissen im Gepäck, dass sie auch in diesem Jahr wieder zum Abschluss des Rodewischer Weihnachtsmarktes im Ratskellersaal gemeinsam musizieren werden, ging es am Abend dann wieder zu Fuß zum Ausgangspunkt der Wanderung, dem Eicher Bahnhof, zurück. Dankbar für das Gemeinschaftserleben an diesem Nachmittag und in Vorfreude auf die in Kürze beginnenden Adventskonzertvorbereitungen verabschiedeten sich die Sänger und Sängerinnen voneinander.

"Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat,
aus der wir stammen, und die Heimat,
nach der wir wandern."
Matthias Claudius (1740-1815)

Text: S.C., Fotos: V.F., H.T., S.D., U.S.

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