Ein Wochenende mit Tiefgang

Ein gemeinsames Wochenende verbrachten die Jugendlichen des Bezirkes Gera in Windischleuba nahe Altenburg. Dort wird ein altes Schloss seit einigen Jahren als Jugendherberge betrieben. Den rund 80 Jugendlichen diente es von Freitag bis Sonntag als Quartier.

Ein gemeinsames Wochenende verbrachten rund 80 Jugendliche des Bezirkes Gera vom 4. bis 6. Juli 2008 in Windischleuba nahe Altenburg. Dort wird ein altes Schloss seit einigen Jahren als Jugenherberge betrieben. Dieses Schloss diente uns von Freitag bis Sonntag als Quartier. Nachdem alle ihre Zimmer gefunden hatten, welche über 3 Etagen (und weitere Zwischenetagen) verteilt waren, verbrachten wir den Abend mit viel Freude, schönen Gesprächen und brennendem Rost (denn auch für das leibliche Wohl musste gesorgt werden). Mit einem wunderschönen Sonnenuntergang klang der erste Tag aus.

Trotz der kurzen Nachtruhe fanden sich viele der Jugendlichen zu einer Morgenandacht zusammen. Einleitend wurde ein Klavierstück gespielt. Unser Bezirksältester sprach ein paar Worte für den Tag und beendete die Andacht mit einem innigen Gebet.

Danach war erstmal ein ausgiebiges Frühstück angesagt. Frisch gestärkt versammelten sich dann alle auf dem Innenhof des Schlosses. Dort wurde jeder in den Workshop eingeteilt, in den er sich am Vorabend eingeschrieben hatte. Für jeden Geschmack war etwas dabei: Ob eine kleine Erlebniswanderung, ein Erste-Hilfe-Workshop, richtiges Präsentieren mit Powerpoint, ein Workshop zur christlichen Körperertüchtigung sowie zwei Kurzfilme christlichen Inhalts mit anschließendem Gesprächskreis. Gegen 12 Uhr ging es zum Mittagessen.

Nach reichlicher Stärkung bestand auch am Nachmittag für jeden noch einmal die Möglichkeit, einen der Workshops zu besuchen oder im 7 km entfernten Baggersee baden zu gehen.

Der Samstagabend verhieß etwas ganz Besonderes zu werden. Schon im Vorfeld machten wir uns Gedanken, wie die Abendveranstaltung als Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene aussehen würde. Durch eine Multimedia-Präsentation wurde uns vor Augen gestellt, wie viele Menschen täglich und stündlich durch Autounfälle, Abtreibungen, Gewaltverbrechen, Drogen usw. von dieser Erde gehen. Ein konkretes Beispiel eines kleinen Jungen bewegte unsere Herzen. Dem Aufruf, eine Kerze für einen lieben Menschen zu entzünden, an welchen wir denken möchten, folgten viele Jugendliche. Mit dem warmen, friedlichen Licht der Kerzen wurde nach und nach der ganze Raum erfüllt. Das gemeinsam gesungene Lied "Von guten Mächten treu und still umgeben" und der Gebetskreis, in dem viele die Möglichkeit nutzten, ihre Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, bildete den Abschluss der Abendveranstaltung. Der weitere Abend verlief anders als bisher erlebt. Eine andächtige Ruhe und eine sichtbare Ergriffenheit, die sich in mancher Umarmung unter den Jugendlichen deutlich machte, kennzeichneten die besondere Atmosphäre. Hier und da konnte man Gesprächen über das zuvor Erlebte lauschen. Mit viel Herzensbewegung klang der Abend aus.

Zur sonntäglichen Morgenandacht wurde unter anderem ein Nahtoderlebnis vorgelesen. Schon das Betreten des Gottesdienstraumes wurde zu einem emotionalen Erlebnis. Die Gefühle und Bewegungen des Abends waren noch deutlich zu spüren. Des Weiteren waren durch den ganzen Raum Leinen gespannt, an denen christliche Leitsprüche befestigt waren wie: "Christus mein Mittelpunkt", "Vertrau auf Gott" und "Mit Christus Gott erleben". Unser Bezirksältester hielt den Gottesdienst unter dem Textwort "Bei dem Herrn ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm" (Psalm 130, aus 7). Ein gefühlvoller Gottesdienst rundete unser Jugendwochenende ab.

Text: I.H./S.Sch.; Bilder: T.H.