Barock und Elvis Presley - Jugendchor Gera erhält viel Applaus

Die Pfarrkirche der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul Zeitz war Aufführungsort des Konzerts des Jugendchores Gera und des Vokalensembles "credo cantato". Die circa 30 jungen Sängerinnen und Sänger machten es sich zur Aufgabe, das Thema "Gemeinschaft" zu verarbeiten.

Die Pfarrkirche der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul Zeitz war Aufführungsort des Konzerts des Jugendchores Gera und des Vokalensembles "credo cantato" am 26. Oktober 2008.

Die circa 30 jungen Sängerinnen und Sänger machten es sich zur Aufgabe, das Thema "Gemeinschaft" zu verarbeiten.

Nach begrüßenden Worten des Chorleiters, der auch die Moderation des Abends übernahm, gestalteten Chor und Solistin im sensiblen Sopransolo des Stückes "We are not alone" den Konzertauftakt. In den darauf folgenden Abschnitten des dreigeteilten Programms überzeugte das vielfältige Repertoire und die Einstellung der Jugendlichen zu Gott, Jesus Christus und ihrem Nächsten.

Die frommen Bitten der Choralkantate "Verleih uns Frieden gnädiglich" von Mendelssohn Bartholdy zeigten sich dann als idealer Träger der Botschaft, dass Gemeinschaft mit Gott immer Beistand und Hilfe nach sich zieht.

Die Erkenntnis über die Wichtigkeit des Schutzes von Gott gesandter Engel untermauerte dann auch das Vokalensemble mit der Ausarbeitung reizvoller Details in Gabriels "Gott hat mir längst einen Engel gesandt".

Kräftige Stimmen und Orgelbegleitung bekam das Publikum am Ende des ersten Teils zu Gehör, als die Ausführenden in den Lobgesang "Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe" aus Schuberts "Deutscher Messe" einstimmten.

Modernere Töne und Harmonien erklangen bei der Beleuchtung der Gemeinschaft mit Christus. In Freys "Anker in der Zeit" oder Slaughters "If the lord wasn't walking by my side" mit Elvis Presley als dem bekanntesten Interpreten führten die Jugendlichen aus, dass Jesus Christus Grund allen Heils ist. Diese Aussage fand sich auch im Bachchoral "Eins ist Not! Ach Herr dies eine" wieder. Dort vernahm man stark akzentuiert in der letzten Strophe "Nur Jesus gewinne! Dies eine ist Not."

Weiterhin forderten die Akteure mit Energie und Ausdrucksstärke in "All hail the power of Jesus' name" dem Sohn Gottes die Ehre zu erweisen. Die hohe Motivation führte jedoch bei den Abwärtsläufen im Refrain zu leichten Unsauberkeiten in der tiefen Männerstimme. Den Bässen zum Trost sei aber an dieser Stelle der Kirchenmusiker Wolfgang Lack zitiert, der einst gegenüber dem Jugendchor äußerte, das kein richtiger Ton die Erlösungskraft unseres Heilands repräsentieren könne.

Nach den Aussagen der Dirigenten gestaltete es sich als schwierig, für den Abschnitt "Gemeinschaft mit unserem Nächsten" passende Musikstücke zu finden. So griffen die Verantwortlichen u.a. zurück auf bewährtes neuapostolisches Liedgut. Bei der feinfühlig registrierten Orgelfantasie über "Herz und Herz vereint zusammen" oder dem jugendlich frisch interpretierten "O ihr Friedenskinder" konnte sicher eine Vielzahl der Anwesenden im Geiste mit einstimmen.

Am Ende des eineinhalbstündigen Konzerts hielt der Beifall des Publikums trotz eisiger Temperaturen im Dom so lange an, bis die Jugendlichen mit einem Irischen Segenswunsch eine Zugabe vortrugen. Damit konnten die Zuhörer zumindest mit Wärme im Herzen die Heimreise antreten.

Text: D.F.; Bilder: N.N.