Ein Garten schöner Klänge

Im Rahmen der 5. sächsischen Landesgartenschau fand im Gemeindezentrum Reichenbach/Vogtl. ein geistliches Konzert statt. Drei Künstler gestalteten mit Orgel, Violine und Gesang ein schwungvolles Programm mit Musik aus fünf Jahrhunderten.

(28.06.2009) Reichenbach/Vogtl. Im Rahmen der 5. Sächsischen Landesgartenschau fand im Gemeindezentrum Reichenbach ein geistliches Konzert statt.

Stephan Freund, Mitglied der Gemeinde Reichenbach und bekannt als 1. Konzertmeister der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach hatte Freunde zum gemeinsamen Musizieren eingeladen. Er stellte den Organisten und Komponisten Alexander Därr und den Bariton Daniel West aus Nürnberg vor und kündigte in seiner Moderation ein Programm mit schwungvollen und besinnlichen Komponenten aus fünf Jahrhunderten an.

So wie die Natur eine Vielfalt von Möglichkeiten in Klängen, Geräuschen und Tönen erzeugt, erfüllten die drei Solisten die Kirche mit ihrer Musik - wahrhaft ein Hörerlebnis.

Alexander Därr begann an der Orgel meisterhaft mit der Prelude aus "Te Deum" von Marc Antoine Charpentier (1643-1704), auch bekannt als "Eurovisionsmelodie".Berühmte Werke von Johann Sebastian Bach (1697-1773) wie der Choral "Jesu bleibet meine Freude" und die "Air aus der Suite D-Dur" erklangen in äußerst gefühlsbetontem Zusammenspiel von Orgel und Violine.

Der junge Daniel West sang ausdrucksvoll die Vertonung von Johann Joachim Quantz (1873-1916) "Die Himmel rühmen des ewigen Ehre" und das von Alexander Därr (*1976) selbst komponierte Stück "Du bist bei mir" sowie weitere Lieder und Sätze verschiedener Komponisten zu Lob, Preis und Ehre Gottes. Alexander Därr begleitete Violinspiel und Gesang gekonnt auf Orgel oder Klavier. Einen gefühlvollen und ausdrucksstarken Höhepunkt setzen Stephan Freund und Alexander Därr mit dem "Ave Maria" von Bach.

Zwischendurch erzählte Stephan Freund humorvoll etliche Episoden und Erlebnisse aus dem Leben der besonders eifrigen "Musikschaffer" Johann Sebastian Bach und Max Reger(1873-1916).Die Lesung einiger Psalmen zwischen den Musikstücken brachte wiederum feierliche Augenblicke.

Gern dankte der Bezirksälteste Thomas Blank in einem Gebet für das Erleben in der Musik und die Schönheit in der Natur. Er bat einmal besonders für Blinde, denen das Sehen dieser Schönheit verwehrt bleibt.

Die Künstler wünschten den Zuhörern für die kommende Zeit "Kraft und Freude aus der Musik, die lange Zeit bleibt und für die nächste Zeit Wirkung behält".


Daniel West, Alexander Därr und Stephan Freund

Zum Abschluss nutzten alle Konzertbesucher die Gelegenheit, gemeinsam das Lied "Nun ruhen alle Wälder" zu singen und sie bedankten sich mit begeistertem Beifall für das wunderbare Erleben.

Text: K.M. Fotos: W.K.

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