LebensMITTE(L)

Bischof Ralph Wittich hielt in der Kirche Halle einen Gottesdienst für Kinder und Lehrkräfte aus den Kirchenbezirken Gera, Halle und Plauen. Auch in diesem Jahr waren die Kinder zum großen Teil aktive Mitgestalter.

(06.09.2009) Halle/S. Bischof Ralph Wittich hielt in der Kirche Halle einen Gottesdienst für Kinder und Lehrkräfte aus den Kirchenbezirken Gera, Halle und Plauen. Auch in diesem Jahr waren die Kinder zum großen Teil aktive Mitgestalter.

Ankunft an der Kirche

9.30 Uhr - die ersten Kinder waren am Kirchengebäude in Halle angekommen. Hier wurden sie an der Eingangstür von zwei Glaubensschwestern herzlich willkommen geheißen. Eine bot ihnen zur Begrüßung frisches Brot, während die andere mit Gummibärchen lockte. So manches Kind zögerte, ehe es in eine der beiden Schüsseln griff. Wofür sollte es sich entscheiden? Clevere griffen beherzt in beide Behältnisse, um sich Herzhaftes und Süßes gleichermaßen schmecken zu lassen.

Blick in die Ausstellung

Ein paar Schritte weiter - und sie standen mitten in einer kleinen Ausstellung zum Thema "Ich bin das Brot des Lebens". Eigentlich muss man ja sagen - in ihrer Ausstellung, denn in Vorbereitung des diesjährigen zentralen Kindergottesdienstes waren die Kinder aufgerufen worden, zu dieser Aussage Jesu sich etwas Kreatives einfallen zu lassen. Emsig wie kleine Bienen hatten sie gebastelt und gemalt sowie Kinderlehrer/innen, Eltern und Großeltern in die Vorbereitungen mit eingespannt, denn ihr Beitrag sollte doch rechtzeitig fertig werden. Und ihre Kunstwerke konnten sich wahrlich sehen lassen: Die Vielfalt der kindlichen Gedanken fand sich wieder in Gedichten und Sprüchen, in Bildern und Kollagen.

Einsingen, bewegen, einstimmen

Nach und nach füllten sich die Reihen im Kirchensaal mit kleinen und großen Gotteskindern. Manche von ihnen hatten bereits eine längere Anfahrt mit dem Bus gehabt. Da kamen die Einsing- und Bewegungsübungen (aus dem Lehrerordner "Kinder und Musik") gerade recht. So ging es mit pfiffigen Liedern und rhythmischen Übungen auf eine musikalische Reise nach Afrika. Umgehend waren die Kinder Teil einer stattlichen Karawane und die Hallenser Kirche war erfüllt von fröhlichem Gesang, der von Bewegungslärm begleitet wurde.

Kurz vor Gottesdienstbeginn nahm das Kinderorchester des Bezirkes Plauen seinen Platz vorm Altar ein. Stolz präsentierten die kleinen Instrumentalisten ihre orangefarbenen Halstücher und ihre Ansteckbuttons, die sie als "MusiKids Plauen/V." ausweisen.

"Ich bin das Brot des Lebens"

Nun traten ein paar Kinder aus dem Bezirk Halle gemeinsam mit ihrer Kinderlehrerin neben den Altar. Neugierige Blicke richteten sich auf sie und das Stimmengewirr im großen Kirchensaal verebbte langsam. Die Sechs bereiteten die Anwesenden auf das Thema des Kindergottesdienstes vor: Sie erklärten den Kindern, dass Essen und Trinken uns wohl satt machen. Doch nicht nur unser Körper verspürt Hunger. Auch unsere Seele braucht Nahrung. Diese Nahrung ist Gottes Wort. Es macht uns ruhig und mutig, es tröstet uns und gibt uns Fröhlichkeit. Es ist aber auch Richtung weisend.

Im Anschluss daran begann der Gottesdienst, dem das Bibelwort Johannes 6, aus 35 zugrunde lag:

"Ich bin das Brot des Lebens."

Priester D. Mörchel, Beauftragter für Kinder im Kirchenbezirk Plauen, und Priester U. Seidel, Beauftragter für Kinder im Bezirk Gera dienten mit.

Mittagszeit

Nach dem Kindergottesdienst stand ein leckeres Mittagsbuffett zum Verzehr bereit. Auf dem Kirchengelände luden Tische und Bänke zum Verweilen unter freiem Himmel ein.

Frage- und Antwortstunde

Gegen 13.15 Uhr strömten die Kinder mit ihren Betreuern wieder in den Kirchensaal. Denn jetzt sollte eine Frage-Antwort-Stunde mit dem Bischof stattfinden. Als erstes stellte sich der Bischof den Kindern vor: Alter, Familienstand, Familienangehörige, Wohnsitz, Gemeinde, aus der er stammt etc. Danach hieß es so richtig Farbe zu bekennen: Ob er schon mal wegen Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung auffällig geworden sei? Welche Aufgaben sind mit seinem Amtsauftrag verbunden? Welche Dienste hat er in seiner Heimatgemeinde ausgeübt? Wo wird der nächste gemeinsame Kindergottesdienst stattfinden? Welche Kleidung trägt er gern? Wie sahen seine Schulnoten aus? Betätigt er sich sportlich? Wo und wann wurde die erste Kirche der NAK gebaut? Hat er als Kind auch mal Kinderstreiche gespielt? Welche Musik mag er? Wie schnell kann er anderen vergeben?... und, und, und...

Wie gern hätten die Kinder ihren Bischof noch zu den verschiedensten Themen befragt, doch die Zeit des Abschiednehmens war flugs herangerückt. Somit blieb ihnen die tröstliche Zusage, dass Bischof Wittich alle noch offenen Fragen in Kürze schriftlich beantworten will.

Text: S.C.; Fotos: M.V.

Kinder-GD in Halle/S.

Überblick

Gottesdienstbericht

Eindrücke vom Tag: