Kammermusikabend mit Streichquartett

Zum Abschluss der zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen des Kirchenprojekts auf der 5. Sächsischen Landesgartenschau gab das Streichquartett der Neuapostolischen Kirche Sachsen/Thüringen im Gemeindezentrum Reichenbach ein Konzert. Dazu waren u.a. Mitarbeiter verschiedener christlicher Kirchen aus der Region eingeladen, die in der Vorbereitungs- und Begleitgruppe für das Kirchenprojekt eng zusammen gearbeitet hatten.

(27.09.2009) Reichenbach/Vogtl. Zum Abschluss der zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen des Kirchenprojekts auf der 5. Sächsischen Landesgartenschau gab das Streichquartett der Neuapostolischen Kirche Sachsen/Thüringen im Gemeindezentrum Reichenbach ein Konzert. Dazu waren u.a. Mitarbeiter verschiedener christlicher Kirchen aus der Region eingeladen, die in der Vorbereitungs- und Begleitgruppe für das Kirchenprojekt eng zusammen gearbeitet hatten.

Im Beisein von Apostel Rolf Wosnitzka, der mit Gebet, einer herzlichen Begrüßung und einleitenden Worten das Konzert eröffnete, gestalteten die vier Streicher ein kurzweiliges Programm mit Werken berühmter Komponisten vergangener Jahrhunderte. Der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenbezirk Plauen, Priester Uwe Schneider, stellte zudem die anwesenden Mitarbeiter am Kirchenprojekt der Landesgartenschau aus den verschiedenen Evangelisch-lutherischen Kirchen, der Katholischen Kirche sowie der Methodistischen Kirche einzeln vor und erläuterte ihre Aufgaben innerhalb der Arbeitsgruppe.

In der Besetzung

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  • 1. Geige - Stephan Freund, Gemeinde Reichenbach/Vogtland,
  • 2. Geige - Jürgen Gerisch, Gemeinde Jößnitz/Vogtland,
  • Viola - René Pinnow, Gemeinde Lengenfeld/Vogtland und
  • Violoncello - Claudia Ludwig, Gemeinde Glauchau,
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    die seit einigen Jahren gemeinsam musizieren, erklangen u.a. Divertimento von J. Haydn, Divertimento von W. A. Mozart, G. F. Händels Marsch aus der Feuerwerksmusik, L. v. Beethovens Menuett in G-Dur und das Impromptu Nr. 2 von F. Schubert.

    Die sehr betont und mit künstlerischen Feinheiten vorgetragenen Musikstücke unterbrach der 1. Geiger immer wieder, indem er mit Anekdoten aus der Kindheit der verschiedenen Komponisten aufheiternd berichtete, welch schweren Weg sie beim Üben mit den verschiedenen Instrumenten gehen mussten. Das Berühmtwerden war in allen Fällen mit Hindernissen und mit einer starken Willensprägung verbunden. Manchmal musste eine List helfen oder es galt abwertende, erniedrigende Bemerkungen wegzustecken. Begabungen waren schon zu den Lebzeiten der später berühmten Komponisten keine selbstläuferische Voraussetzung, etwas erreichen zu können.

    Gern folgte Pfarrer Andreas Alders von der ev.-luth. Kirchgemeinde Peter-Paul Reichenbach der Bitte des Apostels, nach dem Konzert ein Dankgebet zu sprechen. Er betonte nicht nur in diesen Worten seine Dankbarkeit und Freude darüber, dass die Christen unterschiedlichster Konfessionen hier am Ort einen Weg gefunden haben, gemeinsam das Evangelium Jesu Christi bekannter zu machen, und dass alle ihren Beitrag zum Gelingen des Kirchenprojektes begesteuert haben.

    Anschließend besichtigten die anwesenden Vertreter der Kirchen das neuapostolische Gemeindezentrum. Der Rundgang endetet mit einem Beisammensein im Mehrzweckraum. Hier war bei einem gemeinsamen Imbiss Gelegenheit für Gespräche. Priester Uwe Schneider präsentierte zusammenfassend Bilder von den Aktivitäten auf dem Kirchengelände der Landesgartenschau und würdigte dabei einige herausragende Verdienste. Er benannte nicht nur Verantwortliche aus der Arbeitsgruppe, sondern auch einige Mitwirkende aus den neuapostolischen Gemeinden des Kirchenbezirkes, die in der NAK-Themenwoche (siehe "Bericht vom 12.09.2009") ihren aufopfernden Einsatz hatten.

    Nach einigen Stunden endete dieses harmonische, unverkrampfte Zusammensein mit dem vielfach genannten Wunsch: "Das kann nun nicht alles gewesen sein!" Die Gespräche waren geprägt davon, dass man trotz vorhandener Unterschiede die zahlreichen Gemeinsamkeiten in hoher Verantwortung weiterhin gemeinsam nach außen tragen sollte und dass Unterschiede nicht zwangsläufig Differenzen, Spannungen, Ignoranz oder Anfeindungen hervorbringen dürfen.

    Text: U.S./Fotos: U.S.

    Der Abend in Bildern...